Newsforges Antwort

Naja, wie erwartet kam die Antwort von Newsforge, die erklärte, dass die Idee zwar nett sei, aber man den Artikel nicht bringen könnte, da einmal die Meinung einiger Dateisystementwickler fehlen würde, und auf der anderen Seite aber auch das englisch noch deutlich besser sein müsste :/

Gut, das ist etwas, mit dem ich leben kann, da ich es erwartet habe.
Das einzige, was ich wirklich richtig schade finde, ist, dass ich einige dieser Ideen nun bei den Ankündigungen zum neuen Windows wiedergefunden habe – ich fürchte, dass Windows hier wieder schneller sein könnte.
Bleibt nur zu hoffen, dass Microsoft es nur halbherzig implementiert, damit die Open Source Antwort sowohl umfangreich als auch vollständig sein kann.

Es wäre eben schöner, wenn einige Leute aus der Open Source Szene die Idee mitbekommen und wenigstens etwas diskutieren würden – nicht nur zuletzt deswegen, damit ich mich dann irgendwann vor einen solchen Rechner setzen und vernünftig arbeiten kann.

Aber gut, so bleibt mir nichts anderes, als im nächsten Post den Artikel (auf englisch) zu posten, damit der geneigte imaginäre Leser sich vielleicht ein Bild machen kann. Viel Spaß beim Träumen 😉

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Brasilien und Linux

Irgendwas mache ich falsch – ich lebe im falschen Land, glaube ich.

Wie der imaginäre Leser sicherlich noch weiß, habe ich gewisse Ansprüche an eine geeignete Linux-Distribution für mich:
Sie sollte halbwegs aktuell sein, KDE einsetzen, relativ häufig in einer neuen Version rauskommen und sinnvolle Konfigurationswerkzeuge mit sich bringen, die zentralisiert erreicht werden können und in KDE eingebunden sind. Außerdem mag ich rpm mehr als deb und kann dort auch Pakete verwalten und bauen.

So lange es keine für mich passende gibt, setze ich Fedora mit dem Zusatz kde-redhat ein. Der Nachteil liegt aber dort auf der Hand: die Konfiguration erfolgt nicht über eine zentrale Schnittstelle, die schon gar nicht in KDE eingepasst ist…

Hinzu kommt zu dem allem noch, dass seit dem Kauf von SUSE durch Novell die letzte ernstzunehmende Linux Distribution aus Deutschland Knoppix heißt, deren Wurzeln auch nicht gerade in Europa sind.

Nun war mir vor geraumer Zeit mal aufgefallen, dass sich am Horizont eine brasilianische Distribution anschickt, den Markt wenigstens dort aufzuräumen – mit KDE und integrierter und zentraler Konfiguration – Kurumin Linux, welches einen guten Eindruck macht.
Gut, es ist schön, wenn ein Land eine eigene Distribution hat (solange alle notwendigen Standards eingehalten werden, hat es ja keine nachteile), jedoch treibt es einem die Tränen in die Augen, wenn es gleich mehrere davon gibt:
Auf OSDIR entdeckte ich nun weitere Screenshot Galerien!
Sie scheinen alle auf einem ähnlichen Framework von Werkzeugen aufzubauen, das in KDE integriert und zentral zu sein scheint – sowohl BIG Linux (Screenshots) als auch Kalango Linux (Screenshots) machen einen sehr guten Eindruck.
Warum gibt es so was nicht auch hier?

Früher gab SUSE mal das Maß an für Benutzerfreundlichkeit und problemlose Konfiguration – auch wenn es vielen nicht gefiel, so war SUSE vor allen Dingen einfach und unkompliziert zu bedienen.
Um ganz ehrlich zu sein gehen überraschend viele Schmähberichte gegen SUSE darauf zurück, dass die Autoren einige Werkzeuge nicht verstanden haben (als Beispiel seien all die Schmähberichte gemeint, die meinen, Yast könne nicht mit Abhängigkeiten umgehen).

Hinzu kommt, dass Deutschland lange Zeit als führend in Sachen Open Source Software galt – es bleibt zu befürchten, dass es diesen Platz langsam aber sicher an Südamerika, allen voran an Brasilien, verlieren könnte.
Und da Open Source Software auch gleich ein (gerne unterschätzter) Wirtschaftsfaktor ist, sollten mehr Kräfte daran arbeiten, bei Open Source Software ganz oben mitzuspielen.
Eine Initiative der Regierung, die klar offene Standards vorschreibt wäre da ein Anfang, der von der reinen Logik eines Staates als von Firmen unabhängiges Element nicht falsch wäre, und der als Nebeneffekt die Förderung von Wettbewerb und damit auch die Förderung von Open Source mit sich bringen würde.

Und außerdem wäre es nicht schlecht, wenn es neben Mandriva (ehemals Mandrake) noch eine andere Europäische Distribution geben würde, die am besten auch noch alle meine Ansprüche erfüllt 😉

Das Wikipedia-Prinzip

Wie der imaginäre Leser vielleicht mitbekommen hat, arbeite ich selbst an der Wikipedia mit und bin auch ein Verfechter der Wikipedia als ernstzunehmende Enzyklopädie.

Da ist es schon eine Zerreißprobe, wenn plötzlich ein mir sehr nahestehender Mensch sagt, dass man ja keine Informationen aus der Wikipedia nehmen dürfe, da könne ja jeder mitschreiben.
Ich bin fast durch den Telefonhörer gestiegen…

Nun gut, aber bevor ich meinen Frust gegen unwissende Loslasse, möchte ich vorherdoch ein paar gute Argumente zurecht legen, und für solche Sachen dient mir ja mein Weblog 🙂

Prinzip Informationssuche:

Wenn man, egal wie, wo, und worüber, Informationen sucht, heißt das in einer Informationsgesellschaft vor allen Dingen, dass man Informationen zusammen trägt und filtert.
Wichtig ist dabei, dass man mit diesen Informationen kritisch umgeht, und sich Diskussionen über die Thematik anschaut.
Man kann keiner einzelnen Quelle Glauben schenken – niemand ist unparteiisch, und hinter jeder Informationsfreigabe steht auch eine Motivation, die dazu führte – diese sollte man wenigstens in den Grundzügen kritisch betrachtet haben.

Die gegenwärtige Lage:

Bei vielen Quellen ist es nahezu unmöglich, heraus zu finden, welche Intention, welche Motivation und welche Beweggründe zur Preisgabe der Informationen in der Art geführt haben. Bei den meisten Seiten im Internet lässt sich höchstens erahnen, was der Autor damit verfolgte, bei kommerziellen Anbietern kann man nur hoffen, dass diese halbwegs unparteiisch handeln, nicht zu viel Eigenwerbung verbauen, und ihre Konkurrenten nicht zu weit ins Hintertreffen rücken.
Wer wissenschaftlich arbeitet, weiß, wie sehr viele Autoren ihre eigenen Ziele verfolgen, und so weit gehen, wissenschaftliche Bücher mit höchst zweifelhaften Informationen zu füllen. In einigen Fachbereichen ist es schwer, zwei Bücher zu finden, die halbwegs stimmig sind.

Die Wikipedia:

Die Wikipedia liefert als eine der ganz wenigen Internet-Quellen die Möglichkeit, die Entstehungsgeschichte eines Artikels zu einem Thema bis zum Anfang zurück zu verfolgen. Auch ist es möglich, nachzusehen, in welchen anderen Bereichen die Autoren einzelner Artikel tätig sind und waren.
Hinzu kommt, dass man jede zu dem Thema gemachte, relevante Diskussion einsehen und durchlesen kann – dies hat den Vorteil, dass man durch das komplette Lesen eines Artikels in der Wikipedia meist alle relevanten Standpunkte und Sichtweisen dargelegt bekommt – anders an in den meisten anderen Informationsquellen heutiger Zeit.

Der einzige Nachteil der Wikipedia ist, dass man nie weiß, ob man nicht gerade einen Blick auf eine Seite wirft, die vor 2 min. verschandelt wurde – aber da zu einem echten Suchen nach Informationen auch dazu gehört, dass man in der Wikipedia wenigstens kurz einen Blick in die letzten Änderungen wirft, ist auch dieses Problem hinfällig.
Allerdings wünsche ich mir ab und zu ein kleines Hinweisfeld, welches mir sagt, wann die letzte Änderung war… 🙂

Was X vielleicht bald kann

Seit geraumer Zeit ärgert mich, dass mit meinem hübschen, neuen Laptop das Wechseln zwischen einem angeschlossenen Bildschirm und dem Monitorbildschirm nicht so recht klappen will. Das so genannte “Toggeln” will nicht – und das, obwohl die ATI-Treiber offiziell Unterstützung dafür gewähren.

Während ich mich zur Zeit also nur mit der Hoffnung zufrieden geben muss, dass solche und andere kleinere Probleme des Linux-Alltags irgendwann mal der Vergangenheit angehören werden, und z.B. auch neue Mauszeiger-Designs ausgewählt werden können, ohne X neu zu starten, so tauchen am Horizont doch die Früchte der zunehmenden Verbreitung von Linux auf – immer mehr Leute beschäftigen sich damit, und so fließen immer mehr Ideen auch in die einzelnen Komponenten.

Ein aktuelles Beispiel sind verschiedene Versuche, die den X-Server in Zukunft interessanter und leistungsfähiger gestalten sollen. Eine nette Vorstellung der Features samt einigen Screenshots und 5 Videos findet sich in einem Artkel bei Golem.

Wenn auch viele Sachen davon Spielerei sind, so zeigen sie doch, wie leistungsfähig X sein kann, und was bald alles möglich sein kann.
Und sie zeigen, dass Open Source auch in Sachen Grafik und graphischen Kleinigkeiten zum Überholen ansetzt, womit wieder eine Bastion fällt, die zur Zeit noch mehrheitlich in der Hand proprietärer Anbieter ist…

Viel Spaß beim Angucken 🙂

Ideen über Nacht

Kategorie: Ideen für die Zukunft

Es gibt Tage, da hat man plötzlich lauter gute Ideen – so ein Tag war gestern, genauer gesagt gestern Abend.
Irgendwann kamen mir einige Ideen dazu, wie man mit einem Datenbank-Dateisystem Dateien verwalten könnte, und wie die Kommunikation mit dem Nutzer dabei aussehen könnte.

Da ich dann irgendwann beim Ausformen der Idee so weit war, dass ich konkrete Bilder vor Augen hatte, habe ich mich heute hingesetzt, und mal versucht, das ganze in Englisch aufzuschreiben, um zu sehen, in wie weit ich eigentlich zu so was fähig bin.
Und um zu sehen, ob meine Art zu schreiben andere interessieren könnte, und ob auch der Inhalt andere Leute interessieren könnte, habe ich das ganze mal bei Newsforge eingesendet.
Dass ich es zurückbekommen werde, ist mir klar, aber ich erhoffe mir einen gewissen Lerneffekt davon, wenn sie die Ablehnung kommentieren.
Sobald die Ablehnung da ist, werde ich den Text dann hier posten, damit meine imaginären Leser ebenfalls einen Blick darauf werfen können.

Eine andere Idee ging gestern Abend noch viel weiter – der Hintergrund war die Frage, wie lange wir noch auf dem 2D Desktop bleiben werden, und was danach kommt.
Die Idee, die dann aufkam, sieht vor, dass wir später gar keine klassische Abgrenzung zwischen Computer und Schreibtisch haben, sondern dass zu jedem Objekt auf dem Schreibtisch zusätzlich digitale Dienste und Informationen abgerufen werden.
So wird es vielleicht (wieder) eine Dokumente-Ablage geben, die man mit einem Blick überblicken kann – die Dokumente selbst werden aber elektronische Papiere sein, deren Inhalt weit mehr sein kann, als in einer realen Welt in die kleine Ablage reinpassen würde.
Auch könnten Schubladen ähnliche Aufgaben übernehmen, was sogar einen gewissen Sinn macht, wenn man bedenkt, dass der Mensch dadurch eine eigene Ordnung schaffen kann, die er eventuell intuitiver überblickt als jede Ordnung von Dateien auf einem Computer.

Eine ganz andere Überlegung kommt übrigens gerade hoch, wenn das auch keine Idee, sondern eher eine Feststellung ist:
In einigen Jahren wird es so sein, dass Telefone in ihrer eigentlichen Form vermutlich kaum noch existieren, und dass das Design der dann genutzten Kommunikationselemente stark vom Design heutiger Telefone abweicht.
Dies ist teilweise schon heute so, und trotzdem weiß noch immer jeder mit dem entsprechenden Bild etwas anzufangen.
Irgendwann aber wird das Bild so weit vom aktuellen Design entfremdet sein, dass die dann jüngere Generation gar nicht weiß, was das Bild eigentlich bedeuten soll.
Sicher, das ist zu erwarten und geschieht häufig, ich finde es aber interessant, sich bewußt vor Augen zu führen, dass der Prozess gerade statt findet – man ist quasi mittendrin. 🙂

Foltern leicht gemacht

Kategorie: KDE

Wie der imaginäre Leser vielleiht weiß, warte ich auf die Möglichkeit, endlich eine vernünftige Desktop-Suche unter Linux zu nutzen – nicht, weil ich sie so sehr brauche, sondern vielmehr, weil ich sie dann nutzen könnte als hilfreiche Erweiterung – und weil ich so gerne mit neuen Sachen spiele 😉

Der Blick fällt dabei natürlich auf KDE-native Sachen, und dort fiel mir vor geraumer Zeit Kat ins Auge.
Am Anfang auf eigenen Füßen und auf eigenen Plugins stehend entwickelte es sich dann schnell zu einem Programm, dass auch die KDE-Metadaten (“kfile plugin architecture”) nutzen konnte – so weit so gut und gut klingend.

Da mir zur Zeit aber bei Fedora eine halbwegs aktuelle sqlite-Datenbank fehlt, kann ich es nicht testen, und “leide” so seit dem vor mich hin.

Nun hat sich das verstärkt, da eine weitere neue Version rausgebracht wurde, die wieder deutliche Verbesserungen mit sich bringt. Mit der neuesten Version ist jetzt Volltextsuche in folgenden Dateien möglich:

  • PDF (Adobe Acrobat)
  • DOC (Microsoft Word)
  • SXW (OpenOffice Writer)
  • HTML (HyperText Markup Language)
  • TXT (Plain text)

Wenn man bedenkt, dass es kaum andere Suchprogramme gibt, welche die Fähigkeit mitbringen, OpenOffice-Dateien zu Durchsuchen, dann ist das schon sehr gut.
Hinzu kommt, dass das Projekt so gezeigt hat, dass der Umschwung auf KDE eigene Mechanismen sie trotzdem nicht daran hindert, eigene zusätzliche Mechanismen zu bauen.

Was ich mir noch wünsche (und wovon ich das meiste schon auf der Homepage eingetragen habe 🙂 ) ist Volltextsuche in folgenden Bereichen und Dateitypen:

Wenn diese Fähigkeiten oder Teile davon Einzug in das Programm halten, dann wäre es möglich, dass es sich nicht nur unter KDE verbreitet.
Eventuell würde das Programm, durch die neue Lizensierung von Trolltech relativ leicht zu portieren, auch eine kleine Anhängerschaft unter Windows gewinnen, welche dadurch auch auf andere KDE-Lösungen aufmerksam werden würde.

Ein interessanter Weg wäre auch, dass Plugins zur Suche unter den verschiedenen Suchmaschinen-Programmierern getauscht würden – es wäre dann unnötig, dass sich die KDE-Suchmaschine extra eigene Fähigkeiten aneignet, um in Evolution zu suchen, und beagle würde so auch in digikam suchen können.

So oder so geht die Entwicklung zur Zeit aber von Statten, ohne das ich parallel mit testen kann – und das ist zur Zeit eine echte Folter.
Aber gut, vielleicht reizt die Neugierde dann doch so stark, dass ich außer der Reihe einige Pakete bei mir auf den instabilen Zweig aktualisiere.
Oder die Entwickler machen ihre Ankündigung wahr, und eine nächste Version wird die Möglichkeit mit sich bringen, zwischen vorhandenen Datenbanken zu wählen 🙂

Repositories

Kategorie: Open Source Software

Tja, so langsam bekomme ich noch mein eigenes Repository.
Während ich warte, dass Rex Dieter von KDE-RedHat wieder genug Zeit hat, sich fremder und damit meiner Pakete zu widmen, sammelt sich doch das ein oder andere Bischen Software bei mir an.

Da sei zum Einen dar und kdar genannt: beide habe ich mittlerweile für Fedora Core 3 verpackt, und dabei ist bei dar sogar das Paket dar-devel mit entstanden.
Und ich muss gestehen, dass ich nicht ganz nachvollziehen kann, warum dar bisher auf keinem anderen Repository verfügbar ist, denn unwichtig ist das Paket nicht gerade, wenn man Datensicherung betreiben will…

Als nächstes hat sich dann bei mir kyum eingenistet – ich habe mit dem Autor einige Mails ausgetauscht, wodurch ich auch erfahren habe, dass kyum sehr stark entwickelt wird, und da noch das ein oder andere Feature in Zukunft zu erwarten ist 🙂
Dass dieses Programm keinen Eingang in Fedora Core oder Extras finden wird, ist eigentlich klar, da Fedora doch sehr Gnome-zentriert ist.
Aber es wäre eine gute Ergänzung für kde-redhat, denke ich.

Ein Programm, dass ich noch gar nicht getestet habe, ist der Wireless Assistant – doch verspreche ich mir davon relativ viel, wenn ich das nächste Mal in Reichweite mehrerer WLANs komme.
Verpackt ist es ebenfalls, und es wartet auf das Einpflegen in die kde-redhat Repositories…

Zu guter Letzt bleibt dann da noch der KDM-Thememanager, ein sehr nützliches kleines Programm, weil es auf schöne Art und Weise den Login-Bildschirm verändern kann, und sich auch gut in das Kontrollzentrum von KDE einfügt.

Und da ich nicht aufhören werde, weitere Programme für KDE zu packen und bereit zu stellen (spätestens für mich), habe ich wohl bald mein eigenes Software-Repository zusammen, und werde eigene Server mieten müssen…
Naja, vielleicht auch nicht, eher werde ich Rex anschreiben, dass er mich in den CVS Zugang etwas einweist 🙂