Newsforges Antwort

Naja, wie erwartet kam die Antwort von Newsforge, die erklärte, dass die Idee zwar nett sei, aber man den Artikel nicht bringen könnte, da einmal die Meinung einiger Dateisystementwickler fehlen würde, und auf der anderen Seite aber auch das englisch noch deutlich besser sein müsste :/

Gut, das ist etwas, mit dem ich leben kann, da ich es erwartet habe.
Das einzige, was ich wirklich richtig schade finde, ist, dass ich einige dieser Ideen nun bei den Ankündigungen zum neuen Windows wiedergefunden habe – ich fürchte, dass Windows hier wieder schneller sein könnte.
Bleibt nur zu hoffen, dass Microsoft es nur halbherzig implementiert, damit die Open Source Antwort sowohl umfangreich als auch vollständig sein kann.

Es wäre eben schöner, wenn einige Leute aus der Open Source Szene die Idee mitbekommen und wenigstens etwas diskutieren würden – nicht nur zuletzt deswegen, damit ich mich dann irgendwann vor einen solchen Rechner setzen und vernünftig arbeiten kann.

Aber gut, so bleibt mir nichts anderes, als im nächsten Post den Artikel (auf englisch) zu posten, damit der geneigte imaginäre Leser sich vielleicht ein Bild machen kann. Viel Spaß beim Träumen 😉

Ideen über Nacht

Kategorie: Ideen für die Zukunft

Es gibt Tage, da hat man plötzlich lauter gute Ideen – so ein Tag war gestern, genauer gesagt gestern Abend.
Irgendwann kamen mir einige Ideen dazu, wie man mit einem Datenbank-Dateisystem Dateien verwalten könnte, und wie die Kommunikation mit dem Nutzer dabei aussehen könnte.

Da ich dann irgendwann beim Ausformen der Idee so weit war, dass ich konkrete Bilder vor Augen hatte, habe ich mich heute hingesetzt, und mal versucht, das ganze in Englisch aufzuschreiben, um zu sehen, in wie weit ich eigentlich zu so was fähig bin.
Und um zu sehen, ob meine Art zu schreiben andere interessieren könnte, und ob auch der Inhalt andere Leute interessieren könnte, habe ich das ganze mal bei Newsforge eingesendet.
Dass ich es zurückbekommen werde, ist mir klar, aber ich erhoffe mir einen gewissen Lerneffekt davon, wenn sie die Ablehnung kommentieren.
Sobald die Ablehnung da ist, werde ich den Text dann hier posten, damit meine imaginären Leser ebenfalls einen Blick darauf werfen können.

Eine andere Idee ging gestern Abend noch viel weiter – der Hintergrund war die Frage, wie lange wir noch auf dem 2D Desktop bleiben werden, und was danach kommt.
Die Idee, die dann aufkam, sieht vor, dass wir später gar keine klassische Abgrenzung zwischen Computer und Schreibtisch haben, sondern dass zu jedem Objekt auf dem Schreibtisch zusätzlich digitale Dienste und Informationen abgerufen werden.
So wird es vielleicht (wieder) eine Dokumente-Ablage geben, die man mit einem Blick überblicken kann – die Dokumente selbst werden aber elektronische Papiere sein, deren Inhalt weit mehr sein kann, als in einer realen Welt in die kleine Ablage reinpassen würde.
Auch könnten Schubladen ähnliche Aufgaben übernehmen, was sogar einen gewissen Sinn macht, wenn man bedenkt, dass der Mensch dadurch eine eigene Ordnung schaffen kann, die er eventuell intuitiver überblickt als jede Ordnung von Dateien auf einem Computer.

Eine ganz andere Überlegung kommt übrigens gerade hoch, wenn das auch keine Idee, sondern eher eine Feststellung ist:
In einigen Jahren wird es so sein, dass Telefone in ihrer eigentlichen Form vermutlich kaum noch existieren, und dass das Design der dann genutzten Kommunikationselemente stark vom Design heutiger Telefone abweicht.
Dies ist teilweise schon heute so, und trotzdem weiß noch immer jeder mit dem entsprechenden Bild etwas anzufangen.
Irgendwann aber wird das Bild so weit vom aktuellen Design entfremdet sein, dass die dann jüngere Generation gar nicht weiß, was das Bild eigentlich bedeuten soll.
Sicher, das ist zu erwarten und geschieht häufig, ich finde es aber interessant, sich bewußt vor Augen zu führen, dass der Prozess gerade statt findet – man ist quasi mittendrin. 🙂

Ein Blick in die Zukunft

Kategorie: Lach- und Sachgeschichten

Wie der imaginäre Leser vielleicht noch weiß, dienen die Lach- und Sachgeschichten bei mir vor allen Dingen der Möglichkeit, eigene Ideen und Gedankenspiele auszuformulieren und in Worte zu kleiden, um sie so besser vor Augen zu bekommen.

Hier sollte also nichts zu ernst genommen werden – im besten Falle wird man in einigen Jahren darüber lachen können, wie falsch ich doch lag 🙂

Nun aber zum Thema:

Seit geraumer Zeit beschäftigt mich die Frage, wie Netzwerktechnik in Bezug auf Computer in einigen Jahren wohl aussieht. Dass der Computer als sichtbarer grauer Kasten dann aus unserem Leben verschwunden sein wird, setze ich mal voraus. Auch, dass in jedem Haus, wie ein Warmwasserbioler, irgendwo eine kleine, zentrale Recheneinheit steht, welche als Schnittstelle z.B. den “Fernseher”, die “Stereoanlage” (in wie weit diese Bezeichnungen mit der heutigen Bedeutung dann noch zutreffen, ist eine andere Sache) und andere Dinge mit Daten versorgt – bis hin zum Kühlschrank, der die Datenbank mit den zu kaufenden Dingen füttert.

Es wird auch so sein, dass man sich nicht mehr an einzelnen Computern einwählt, sondern überall auf der Welt einloggen kann – mit dem Ergebnis, dass man seine gewohnte, heimische Oberfläche und seine Daten zur Verfügung hat.
Im Prinzip ist dies heutzutage schon in Firmen und großen Einrichtungen realisiert.

Doch wie kann man das voran treiben? Wie kann man das noch besser, internationaler, realisieren?

Eine interessante Realisierung lieferte nun eine Veröffentlichung der Slax Live-CD: die neue Version 5 speichert wichtige Daten auf einem zentralen Server, die von dort regelmäßig wieder abgerufen werden können.

Gut, die Nachteile liegen natürlich auf der Hand: ohne Internetzugang bringt das alles nichts, 8 MB sind reichlich wenig, die Daten würden auf einem fremden Server in fremder Hand liegen und man muss ständig eine Live-CD mit sich rumtragen.
Und um den letzten Punkt auszuschalten, müsste man alle Betriebssysteme angleichen, was gerade die Open Source-Bewegung nicht wollen würde.

Doch wenn man den Gedanken weiterspinnt, ergibt sich ein halbwegs realistisches Szenario:
In Zukunft wird jeder Rechner standardmäßig vernetzt sein – es ist sogar gut möglich, dass die Menschen zukünftig nur noch an Thin Clients arbeiten, die Hauptrechenarbeit also eh von anderen Maschinen irgendwo anders erledigt wird – nur die graphische Ausgabe und die Kommunikation mit dem Rechenknecht muss dann noch von dem Rechner vor Ort erledigt werden.
Hinzu kommt, dass immer mehr Rechner über das Netzwerk booten können – spinnt man dies weiter, könnte es sein, dass zukünftig jeder Rechner in eine Art Ladeprogramm startet, in welches man nur eine Adresse eingibt, um das passende Betriebssystem von der passenden Stelle zu bekommen.
Dieses fragt dann nach Nutzernamen und Passwort, und schon sitzt man vor einem Computer, als wäre man zu Hause.

Die Speicherung der Daten sehe ich dabei eigentlich als geringstes Problem: es stehen hochwertige Verschlüsselungsverfahren zur Verfügung, welche auch eine entfernte Speicherung ermöglichen.

Eine (in naher Zeit realistische) Weiterführung der Idee der Slax-Entwickler würde demnach so aussehen, dass z.B. die Daten, welche auf den Server überspielt werden, vorher auf dem Client live verschlüsselt werden.
Oder aber, einen Schritt weitergehend, dass vom Server aus gleich eine ganze Partition zur Verfügung gestellt wird – diese könnte dann als verschlüsselt eingehängt werden, und würde alle wichtigen Daten enthalten.
Dabei muss ich gerade daran denken, dass man z.B. mit dmcrypt Partitionen direkt verschlüsseln kann. Gut, die Größe wäre dann von vornherein festgelegt, aber ein erster Versuch wäre es allemal, um die Technik zu testen.
Und im Zweifelsfall müsste man dann, wenn der Platz eng wird, eine zweite, größere Platte einhängen, die Daten übertragen, und nächstes Mal die zweite statt der ersten an passender Stelle einhängen.

Hm, was mir gerade auffällt: eventuell hat dann später jeder eine kleine Chipkarte, auf der die wichtigsten Informationen drauf sind: die steckt man dann in jeden beliebigen Rechner rein, der dann durch diese Informationen weiß, woher er welches Betriebssystem lädt, welcher Nutzer angemeldet werden soll, und wo er die privaten Daten herbekommt.
Dafür wär es ausreichend, wenn man das in jedem Rechner verbaute Bios etwas aufbohrt und mit einigen Zusatzfunktionen ausstattet – es muss ja nur fähig sein, die Karte zu lesen, und das Betriebssystem zu laden – und es sollte gut aussehen, damit jeder damit klar kommt 🙂

Ich bin mal gespannt, wann sich da welche Technik etablieren wird – und wann ich damit rumspielen kann 🙂