Online-Petitionen?

Zur Zeit treibt mich ein verworrener Gedanke herum, der mit Online-Petitionen zu tun hat.
Die Kernfrage dabei ist: wie macht man die eigentlich? Wie realisiert man eine solche? Woher den SMTP Server nehmen, woher den Web-Space, welchen Code?
Denn eine halbwegs brauchbare Petition sollte ja doch eine Nutzer-Verifikation per E-Mail enthalten…

Der geneigte Leser wird sich jetzt die Frage stellen, warum ich das wissen will, wo doch jeder weiß, dass Petitionen im günstigsten Fall recht umstritten sind.

Hintergrund ist, dass ich der Meinung bin, dass ein Grund für die noch immer recht geringe Verbreitung von Linux die unklare Lage in Bezug auf die Software-Installation ist. Bei jeder Distribution läuft das etwas anders, und so muss selbst im günstigsten Falle jede Software mehrfach verpackt werden, was auf Dauer kein Zustand ist, da das niemand bewältigen kann.
Lösungsansätze dafür gibt es z.B. mit Autopackage und anderen genug, jedoch fehlt da der nötige Schub: jeder Nutzer einer Distribution beharrt im Endeffekt auf seiner Lösung, jeder empfindet sein Paketmanagement und seine Paketierung als die beste und einzig wahre, und will deswegen die durchsetzen.

Da aber alle Lösungen nicht den Anforderungen gerecht werden, die man durchaus mal stellen könnte (siehe ältere Posts), würde ich mich gerne für ein neues Format einsetzen (oder ein aufgebohrtes schon bekanntes), und die Distributoren darauf stoßen – aber wie?

Da kommt eine Online-Petition ins Spiel. Man könnte diese aufsetzen mit der “klaren” Forderung an alle zuständigen, sich bitte an einen Tisch zu setzen, und endlich ein gemeinsames Format zu entwerfen, dass z.B. in den Paketen gleich die Repository-Pfade mit sich bringt, und das bei jenen auch Authentifizierung unterstützt, was die Wirtschaft mit Sicherheit gerne sehen würde.
Sicher ist es nicht einfach so möglich, sicher braucht es da viel Diskussionen, sicher würden einige nicht mitmachen, aber wenn z.B. einige zehntausend Linux-Nutzer unterschreiben würden, dass sie auch ihr Lieblingstool zugunsten einer gemeinsamen Lösung fallen lassen würden, dann würde es einen Druck erzeugen, der nicht zu vernachlässigen wäre.
Es würden mehr Gespräche stattfinden, die entsprechenden Leute würden sich nahezu automatisch an einen Tisch setzen, und vielleicht, mit viel Hoffnung und gutem Willen, würde daraus endlich etwas erwachsen, was zumindest an der Oberfläche, das heißt für die Nutzer und die Programmierer von Software, für alle Distributionen gleich aussehen würde, und was endlich die Software-Installation vereinfachen würde.

Wenn jemand also weiß, wie man so was aufsetzt, und es für mich machen kann, wäre ich sehr dankbar😀
Naja, auf jedem Fall werde ich mich wohl die nächste Zeit verstärkt darum kümmern. Irgendwann muss ja einer damit anfangen, sich in die Richtung stärker zu bewegen.🙂