Ideen zum Reichwerden….

Mal wieder was aus der Kategorie “Ideen für Leute, die sie umsetzen können” – dabei geht es für mich darum, Ideen zu Papier zu bringen, die ich selbst nicht umsetzen kann, hinter denen ich aber durchaus Potential sehe.

Gut, die Chance ist hoch, dass ich der einzige bin, der die Idee toll findet, und das der Grund ist, warum ich der erste mit der Idee bin – aber wenn mal davon absieht, glaube ich, dass die Idee gar nicht mal so schlecht ist.🙂

Zum Hintergrund: durch einen Artikel in der Süddeutschen (auf den ich wiederum durch eine Nachricht im Netzpolitik.org Blog aufmerksam geworden bin) sind mir alte Ideen eingefallen, die sich mit der Vernetzung von Freunden auseinander setzen.

Ganz neu ist diese Idee nicht – es gibt eine solche Realisierung bereits, nur habe ich davon nur ein, zwei mal was gehört, danach ist es aus welchen Gründen auch immer wieder eingeschlafen.

Es geht im Prinzip darum, Freunden eine Plattform bereit zu stellen, in die sie sich einklinken können, und bei dem alles mit dabei ist: E-Mail, Terminplaner, Kalender, Erinnerungsfunktionen, Adressbuch. Das alles kann wiederum mit den Daten von Freunden, die ebenfalls in dem Netzwerk sind, abgeglichen werden (teilweise, komplett, teilweise offene Kalender, was man eben so braucht). Dazu packt man dann noch themensortierte Chat-Channels und themensortierte “Foren”, erweitert das ganze um einen Foto-Dienst nach dem Rezept flickr, setzt ein Blog auf, gibt Webspeicherplatz in rauen Mengen frei, stellt eine personalisierte Startseite mit Newsfeeds zur Verfügung, und sorgt dafür, dass neue Mitglieder nur dann reinkommen, wenn sie von alten eingeladen werden.
Eine Liste der Leute, die online sind, wäre dann noch mit einer Art Jabber gegeben, das müsste dann aber noch Video-Konferenzen und Audio-Konferenzen unterstützen.

Wer wen einlädt, wird dabei gespeichert, so dass man sich seine soziale Beziehung zu jedem Mitglied anzeigen lassen kann.

Das Einkommen kann man durch personalisierte, aber dezente (! – ich glaube, das das Wort dezent den Schlüssel zu einer echten Akzeptanz des Systems in sich trägt) Werbung teilfinanzieren. Ein anderer Teil wäre dadurch zu bekommen, dass man z.B. mehr Speicherplatz für E-Mails und Fotos verkauft, aber auch Abzüge der Fotos anbietet, etc. Außerdem könnte man mit diversen Online-Händlern zusammen arbeiten, die als offizielle soundso Händler direkte Platzierungen in dem Portal bekommen.

Was aber extrem wichtig bei all dem wäre:

Es muss alles dezent sein: eine Portalseite, wie sie heutzutage üblich ist, ist meist total überladen. Jeder Nutzer müsste sich seine Seite selbst basteln können, das Grundgerüst dafür müsste eine sehr einfache Seite sein.
Im Idealfall ist Die Hauptseite des Nutzers so gestaltet, dass sie emotional als Rückzugsort empfunden wird, und er sich dort wohl fühlt (Genau, das heißt, dass keine Werbung dort untergebracht sein darf – von vornherein nicht! Und erst Recht darf es dort kein Geld-oder-Werbung-Schwachsinn geben!).

Es müsste durchsuchbar sein: mit einem simplen Browser-Plugin zusammen müsste es möglich sein, seine Inhalte der Seite eben mal zu durchsuchen – eine Art google durch die eigenen Dateien quasi.

Keine Nötigung: Wenn die erste Seite gleich einen Hinweis enthält, dass man ja die beschränkte Version hat, die gegen $GELD viel toller wird, wäre was grundsätzlich falsch. Nach dem Google-Mail Ansatz dürfte das erst mal kein Thema sein!

Zur Schau stellen: Jeder Nutzer müsste genug Möglichkeiten haben, sich zur Schau zu stellen und präsentieren zu können. Die Foto-Streams müssten also auf jedem Fall für nicht-Mitglieder einsehbar sein, ebenso wie eigentlich alles anderes. Im Idealfall ist selbst die Startseite so konstruiert, dass auch andere Nutzer sie nutzen können (wobei der Nutzer dann Bereiche markiert hat, die nur er sieht, privat eben).

Abgrenzung: Menschen definieren sich auch durch Abgrenzung. Jeder Nutzer muss permanent, abgesehen von bestimmten, klar abgegrenzten Bereichen, das Gefühl haben, dass er unter sich und seines Gleichen ist. Die Foren müssen also z.B. alleine stehen (nicht das Foto-Forum auf der gleichen Seite wie das Computer-Forum), die Bereiche, auf die auch Leute außerhalb der Community zugreifen können, müssen klar abgegrenzt sein (nicht, dass das technisch oder rechtlich oder praktisch sonderlich sinnvoll wäre; es ist für die Psychologie der Nutzer wichtig!).

Und so weiter…

Alles will ich jetzt auch nicht aufschreiben, aber vielleicht wird klar, was ich meine.
Realisieren kann ich es leider nicht – oder sagen wir, technisch umsetzen kann ich es nicht, wenn mir jemand genug Geld gibt, bezahle ich andere für die technische Umsetzung (und das Design), und realisiere es mit den Ideen, die ich habe (ja, ich habe es im Kopf schon sehr weit ausgebaut:-/ ).

Aber wenn jemand das hier liest, und es toll finden sollte, und es umsetzt, und damit viel Geld verdient – bitte gib mir dann einen kostenlosen Account mit allem Drum und Dran oder so🙂