Ankunft in neuen Gefilden

Aufgrund meines Studiums hat es mich mittlerweile in neue Gefilde getrieben – ein Auslandsstudium in Schweden stand an, und so ist dieses Land im Norden seit einer Woche meine neue Heimat.

Interessant ist dabei in technischer Hinsicht, wie man sich dort zurecht finden kann. Sicherlich, mein Laptop vereinfacht mir vieles, brauche ich doch so nicht auf gewohnte Systeme, Programme und Möglichkeiten verzichten.

Ungewohnt aber ist der Internet-Zugang in den Wohnheimen: man muss sich dort mit dem Browser auf einem Portal freischalten, dann die dann folgende 10.x.x.x IP-Adresse schränkt zusätzlich ein, so dass ich zur Zeit noch nicht genau weiß, wie ich z.B. VoIP mit SIP ans Laufen bekommen kann…

Weiterhin ist natürlich der Port 25 gesperrt, der verhindert, dass ich meine @gmx.net Mails auch über gmx-Server absenden kann – dies sorgt dafür, dass die Mails sehr viel schneller als Spam klassifiziert werden, leider.
Tricks, das zu umgehen, sind mir zwar bekannt (z.B. ein zusätzliches X-Sender mit einzubauen, und dort eine Adresse reinzuschreiben, die auf die Domain des Ersatz-SMTP endet), diese sorgen aber für weitere Probleme.
Also werde ich mich noch mal mit dem Zusatz-Header “Envelope-From” auseinader setzen müssen… Früher funktionierte der mal, mal gucken, ob das noch immer geht.

Sonst aber ist es das übliche: eine 10 Mbit Leitung, Firewall-gesichert, ein Sicherheitssystem, das Scans erkennt, etc. Nichts besonderes also.
Was mir höchstens noch aufgefallen ist, ist das Computernetzwerk des Sprachzentrums: es wurden uns dort Logins zur Verfügung gestellt, um so lange ins Netz zu gehen, wie unsere eigenen Logins noch nicht stehen (was noch einen Monat dauern könnte, ich habe den Login von jemand anders). Dieses Netzwerk ist das am schlechtesten administrierte und konfigurierte Netzwerk, das ich je gesehen habe. Das System (Windows XP) schafft es nicht, mehrere Browser-Fenster parallel zu öffnen, beim Internet-Explorer kann man wegen der Sicherheitspolice bestimmte Seiten nicht aufrufen, der Mozilla wird aber nicht blockiert, etc.
Alles in allem instabil, inkonsistent, fehlerhaft und schlecht umgesetzt – und grottig langsam.
Aber gut, gerade deswegen habe ich ja meinen eigenen Rechner hierher mitgenommen, und bin froh, dass ich schon jetzt ins Netz gehen kann.

Mal sehen, was sich im Laufe der Zeit noch an Informationen über das Netzwerk ergeben werden. Und vielleicht bieten sie auf Dauer ja auch kleine Jobs an – mir würde es gelegen kommen🙂