KDE development

Es war für mich immer etwas die Frage, was als nächstes kommt: schon sofort KDE 4.0, oder noch ein Zwischenrelease.
Eigentlich war ich ja dafür, jetzt alle Arbeit auf KDE 4.0 zu konzentrieren, um damit schneller vorwärts zu kommen, und zum Zwecke der Stabilisierung noch einige KDE 3.4.x heraus zu bringen.

Wenn auch in den letzten Tagen immer mehr Nachrichten zu den Arbeiten an KDE 4.0 veröffentlicht werden, so scheint es doch, als wenn es erst noch ein KDE 3.5 geben wird.

Die Liste der geplanten Features ist nicht gerade kurz, und wird wohl auch noch länger werden – man kann dabei aber nur hoffen, dass das Release nicht zu überladen wird, und die größten Änderungen alle nach KDE 4.0 verschoben werden.
Mir würde es sehr gut gefallen, wenn in KDE 3.5 vor allen Dingen daran gearbeitet werden würde, dass das Zusammenspiel der Applikationen noch besser funktioniert – das z.B. krdc auch auf den Kwalletmanager zugreift, wenn es um Passworte geht, dass alle Programme, die mit Icons, Themes, Hintergrundbildern oder sonstigen veränderlichen Oberflächenelementen zu tun haben, standardmäßig auf kNewStuff zurückgreifen können, etc.

Viele Punkte der Liste sehen allerdings auch nach solchen Schritten aus: so sind viele neue Importfilter für Kontact geschrieben worden, bei Kopete wird viel an der MSN Einbindung gefeilt, und KGhostview soll ebenfalls in Zukunft Texte markieren und kopieren können.
Weniger zu finden sind dabei grundlegende Änderungen, die dafür aber um so mehr bei der Feature-Liste von KDE 4.0 auftauchen:
Eine zugrundeliegende kontextbasierte Suchmaschine, ein neues Laptop-Management, Asynchronität bei Kopete, und auch gerüchterweise sogar eine Ersetzung von dem mittlerweile altersschwachen aRts.

Da sich so oder so eine binäre Inkompatibilität einschleicht, kann man die Chance auch mal nutzen, und Programme grundlegend zu überarbeiten, bei denen es Sinn macht. Ab und zu einen Blick auf die Seite der geplanten Features lohnt sich also, aber noch interessanter und auch wichtiger ist dafür vermutlich eh die akademy Konferenz Ende August, bei der die grundlegenden Fahrpläne und Ziele abgesteckt werden.

Wir dürfen also auf Interviews und Kommentare gespannt sein, so fern es zu den Zeiten nicht so warm ist wie heute, und die Leute nur unter Schwierigkeiten sinnvolle Texte produzieren können😉