Foltern leicht gemacht

Kategorie: KDE

Wie der imaginäre Leser vielleiht weiß, warte ich auf die Möglichkeit, endlich eine vernünftige Desktop-Suche unter Linux zu nutzen – nicht, weil ich sie so sehr brauche, sondern vielmehr, weil ich sie dann nutzen könnte als hilfreiche Erweiterung – und weil ich so gerne mit neuen Sachen spiele😉

Der Blick fällt dabei natürlich auf KDE-native Sachen, und dort fiel mir vor geraumer Zeit Kat ins Auge.
Am Anfang auf eigenen Füßen und auf eigenen Plugins stehend entwickelte es sich dann schnell zu einem Programm, dass auch die KDE-Metadaten (“kfile plugin architecture”) nutzen konnte – so weit so gut und gut klingend.

Da mir zur Zeit aber bei Fedora eine halbwegs aktuelle sqlite-Datenbank fehlt, kann ich es nicht testen, und “leide” so seit dem vor mich hin.

Nun hat sich das verstärkt, da eine weitere neue Version rausgebracht wurde, die wieder deutliche Verbesserungen mit sich bringt. Mit der neuesten Version ist jetzt Volltextsuche in folgenden Dateien möglich:

  • PDF (Adobe Acrobat)
  • DOC (Microsoft Word)
  • SXW (OpenOffice Writer)
  • HTML (HyperText Markup Language)
  • TXT (Plain text)

Wenn man bedenkt, dass es kaum andere Suchprogramme gibt, welche die Fähigkeit mitbringen, OpenOffice-Dateien zu Durchsuchen, dann ist das schon sehr gut.
Hinzu kommt, dass das Projekt so gezeigt hat, dass der Umschwung auf KDE eigene Mechanismen sie trotzdem nicht daran hindert, eigene zusätzliche Mechanismen zu bauen.

Was ich mir noch wünsche (und wovon ich das meiste schon auf der Homepage eingetragen habe🙂 ) ist Volltextsuche in folgenden Bereichen und Dateitypen:

Wenn diese Fähigkeiten oder Teile davon Einzug in das Programm halten, dann wäre es möglich, dass es sich nicht nur unter KDE verbreitet.
Eventuell würde das Programm, durch die neue Lizensierung von Trolltech relativ leicht zu portieren, auch eine kleine Anhängerschaft unter Windows gewinnen, welche dadurch auch auf andere KDE-Lösungen aufmerksam werden würde.

Ein interessanter Weg wäre auch, dass Plugins zur Suche unter den verschiedenen Suchmaschinen-Programmierern getauscht würden – es wäre dann unnötig, dass sich die KDE-Suchmaschine extra eigene Fähigkeiten aneignet, um in Evolution zu suchen, und beagle würde so auch in digikam suchen können.

So oder so geht die Entwicklung zur Zeit aber von Statten, ohne das ich parallel mit testen kann – und das ist zur Zeit eine echte Folter.
Aber gut, vielleicht reizt die Neugierde dann doch so stark, dass ich außer der Reihe einige Pakete bei mir auf den instabilen Zweig aktualisiere.
Oder die Entwickler machen ihre Ankündigung wahr, und eine nächste Version wird die Möglichkeit mit sich bringen, zwischen vorhandenen Datenbanken zu wählen🙂