Kleine Wunder: der vlc

Ich möchte der Tradition meines alten Weblogs folgen, und die Reihe kleiner Wunder fortsetzen: sie sollen kleine Wunder der (Open Source) Software vorstellen, die zwar nichts überragendes wie ein Betriebssystem oder eine Office-Suite darstellen, die aber in ihrer kleinen Nische nahezu unschlagbar sind, und das Leben eines Jeden erheblich vereinfachen können.

Den Anfang mache ich in diesem Weblog mit dem vlc, dem Videolan Client (Wikipedia-Artikel, Homepage).
Dieser wurde Ende der Neunziger Jahre von einer Gruppe französischer Studenten unter der GPL entwickelt und ist hochgradig portabel: er läuft unter Windows, Linux, BeOS, MacOS, etc., und kann nahezu jedes bekannte Format abspielen.

Wenn auch das Interface recht hässlich ist, so ist die Funktionsvielfalt gewaltig: neben nahezu allen bekannten Videoformaten kann der Player auch Streaminginhalte bereit stellen oder empfangen.
Und er bringt die zum angucken verschiedenster Formate benötigten Bibliotheken selbst mit – das umständliche Runterladen und Zusammensuchen von Codecs entfällt.

Dies sorgt dafür, dass ich mittlerweile jedem Rechner, vor dem ich sitze und den ich einrichten soll (und das sind nicht wenige), diesen Player aufpsiele und den Leuten kurz erkläre, was das ist.
Denn irgendwann werden sie von Freunden oder anderen Wesen eine CD mit Filme in einem obskuren Format bekommen, und der Player wird sie abspielen können. Und das ist viel wert.

Außerdem bietet der Player die Möglichkeit, die Windowswelt um ein weiteres Stück Software zu erweitern, welches bei einem Umstieg auf andere Plattformen nicht fehlen würde….

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